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Was hilft bei einer Kieferhöhlenentzündungen?

Eine Entzündung der Schleimhaut in einer oder beiden Kieferhöhlen wird eine Kieferhöhlenentzündung (Sinusitis maxillaris) bezeichnet. Dies sind die größten Nasennebenhöhlen., welche neben der Nase liegen und eine Form von einer umgedrehten Pyramide aufweisen. Die Entzündungen der Kieferhöhlen können akut oder chronisch verlaufen. Oftmals ist diese die Folge einer Erkältung (Virusinfektion). Pilze, Allergien oder entzündete Zahnwurzeln sind oftmals ein seltener Auslöser für diese Form der Nasennebenhöhlenentzündung.

Diese Risiken und Ursachen gibt es für eine Kieferhöhlenentzündung

Durch Bakterien, Pilze, Viren oder Allergien, aber in den meisten Fällen eine Virusinfektion der oberen Atemwege rufen eine Kieferhöhlenentzündung hervor. Zusätzlich können Bakterien sich Infekt bedingt auf die angeschwollenen Schleimhäute ausbreiten. Schließlich führt dies dann zur Kieferhöhlenentzündung.

Auch aus einer Verletzung der Kieferhöhlenschleimhaut kann sich eine akute Kieferhöhlenentzündung entwickeln. Dies kann auch durch Zahnextraktionen im Oberkiefer oder bei Knochenbrüchen im Bereich des mittleren Gesichtsschädels passieren. Von der Zahnwurzel der Oberkieferzähne kann ebenfalls eine Kieferhöhlenentzündung ausgehen. Dies ist aber eher selten der Fall. In solch einem Fall sprechen Medizinier von odontogener (dentogener) Kieferhöhlenentzündung.

Mann beim Arzt

Risikofaktoren einer Kieferhöhlenentzündung

Das Auftreten einer Kieferhöhlenentzündung wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Beispielsweise sind dies bei Kindern die Rachenmandeln. Diese sind vergrößert aufgrund der chronischen Entzündung. Einer Kieferhöhlenentzündung kann den Weg auch ein chronisch eitriger Schnupfen, anatomische Engstellen in der Nase, Mukoviszidose und Schwimmbadbesuche ebnen.

Bei Erwachsenen sind wichtige Risikofaktoren beispielsweise eine Verkrümmung der Nasenscheidewand, Nasenpolypen, Allergien, Pilzinfektionen, Infektionen im Bereich der Zähne, opportunistische Infektionen (wie z.B. Aids), Unverträglichkeit gegen Schmerzmittel und Tauchen.

Symptome bei einer Kieferhöhlenentzündung

Mit dumpfen bis hin zu pochenden Schmerzen und einem Druckgefühl im Bereich der Wangen (Kieferhöhlen) macht eine akute Kieferhöhlenentzündung aus. Die Beschwerden verstärken sich beim Bücken oder Hüpfen auf einem Bein. Es können ebenfalls Zahnschmerzen (im Oberkiefer), Kopfschmerzen, eitriges Nasensekret, Unterliedschwellung, erhöhte Körpertemperatur und allgemeine Abgeschlagenheit auftreten.

Mit der Bildung von schlecht riechendem Sekret in der Nase und Rachen kann eine Kieferhöhlenentzündung ebenfalls einhergehen. Oftmals treten Schmerzen und ein Druckgefühl im Bereich der Oberkieferzähne der betroffenen Kieferhöhle auf. Es ist jedoch auch möglich, dass eine chronische Kieferhöhlenentzündung vollkommen schmerzlos verlaufen kann. Druckkopfschmerzen, Husten (durch Sekret, dass in den Rachen abfließt), Geruchsstörungen und eine Behinderung der Nasenatmung können weitere Symptome sein. Bei Kindern kann eine chronische Variante auch Reizbarkeit, Müdigkeit und Schwellungen der Lymphknoten auslösen.

Was hilft bei einer Kieferhöhlenentzündung

Bei einer akuten Sinusitis müssen die Schleimhäute abschwellen und der Schleim muss gelöst werden. Zuerst müssen jedoch die Sekrete flüssig gemacht werden. Dazu kann sich der Patient vom Arzt Medikamente verschreiben lassen. Die Bakterien müssen jedoch zunächst durch einen Abstrich nachgewiesen werden, damit das Antibiotika auch anschlagen kann. Jedoch kann der Patient auch durch Hausmittel und Homöopathie beitragen, um die Dauer der Behandlung zu verkürzen.

Um den Schleim zu verflüssigen, sollte viel getrunken werden. Ideal sind dabei drei bis vier Liter täglich. Ebenso wichtig ist ausreichend Schlaf. Bei einer Kieferhöhlenentzündung ist dies leichter, wenn der Kopf erhöht gelagert wird. Dadurch kann der Schleim viel besser nach unten abfließen.

Auch die Bestrahlung mit Rotlicht ist bei Kieferhöhlenentzündungen sehr wohltuend. Die Entzündung wird dabei eingedämmt. Die Schleimhäute benötigen gerade im Winter ausreichend Luftfeuchtigkeit. Dies kann durch regelmäßiges Lüften oder einen Luftbefeuchter erreicht werden.

Rotlicht wenn die Kieferhöhle entzündet ist

Die klassische Empfehlung zur Behandlung ist die Rotlichttherapie in den eigenen vier Wänden. Es handelt sich dabei um eine Wärmebehandlung. Zunächst wirkt diese bei einer Erkältung sehr wohltuend. Einige Millimeter dringen die elektromagnetischen Wellen in die Haut ein und sorgen dort für eine Temperaturerhöhung. Die Blutgefäße dehnen sich dann auf und die Durchblutung wird gefördert.

Risiken der Rotlichttherapie

Ungefährlich ist Rotlicht nicht, wenn es falsch angewendet wird. Die Lampen geben neben dem sichtbaren roten Licht für das menschliche Auge unsichtbare Infrarotstrahlung ab. Die geschlossenen Augenlieder können vor diesen Strahlen die empfindlichen Augen nicht schützen. Wer sich mit Rotlicht behandeln möchte, der sollte nicht auf eine Schutzbrille verzichten. Der Abstand zur Lampe sollte zwischen 30 und 50 cm betragen. Dies ist aber abhängig vom Hersteller. Es ist sinnvoll, Körperteile abzudecken, die mit keiner Kleidung ausgestattet sind. Darüber hinaus ist die Dauer der Bestrahlung entscheidend für den Erfolg der Behandlung. Es reicht normalerweise aus, eine Rotlichttherapie zwischen 10 und 20 Minuten zu nutzen, um die Durchblutung anzuregen. Wenn dies nicht ausreicht, sollte die Behandlung nach einigen Stunden wiederholt werden, anstatt sich länger der Strahlung auszusetzen als die angegebene Zeit. Bis zu fünf Behandlungen pro Tag sind problemlos möglich.

 

Diese Personengruppen sollten auf Rotlicht verzichten

Rotlichtlampen sind jedoch nicht für alle mit einer Sinusitis geeignet. Wer an Fieber leidet, sollte nicht zur Rotlichtlampe greifen. Im Klartext bedeutet dies, dass unter keinen Umständen eine Behandlung damit erfolgen sollte. Ebenso wird von einer Behandlung bei Blutgerinnseln abgeraten.

Ebenfalls wird bei kleinen Kindern empfohlen, Vorsicht walten zu lassen. Diese dürfen zwar mit dem Licht behandelt werden, jedoch sollten die Kinder mit der Lampe nicht allein gelassen werden. Es sollte auch in jedem Fall der Anstand zur Lampe geachtet werden.

Gesicherte Erkenntnisse gibt es jedoch nicht, dass eine Rotlichtlampe bei einer Kieferhöhlenentzündung hilfreich ist. Es ist jedoch auch nicht ausgeschlossen, dass diese einen „positiven“ Effekt hat.

 

Dies sind die Risikofaktoren bei einer Kieferhöhlenentzündung

In erster Linie sind diese Menschen für eine Kieferhöhlenentzündung anfällig und weisen die oben genannten Symptome auf:

  • Ein geschwächtes Immunsystem
  • Anatomische Verkrümmung oder Engstellen im Bereich der Nasennebenhöhlen, da sich Infektionserreger gerne dort einnisten und
  • Zahnerkrankungen

Einer Kieferhöhlenentzündung vorbeugen

Es gibt Menschen, die in regelmäßigen Abständen eine Kieferhöhlenentzündung haben. Um diesem vorzubeugen, können folgende Maßnahmen getroffen werden:

  • Bei Schnupfen sollte die Nase nur sehr vorsichtig und mit wenig Druck geputzt werden. Ein zu starkes Schnäuzen erzeugt einen Unterdruck. Ebenfalls wird der Schleim nicht nur ins Taschentuch befördert, sondern auch in die Nebenhöhlen. Es ist sinnvoller, ein Nasenloch zuzuhalten und dann vorsichtig durch Schnäuzen zu reinigen.
  • Es ist empfehlenswert, bei sehr kalten Temperaturen eine Mütze und einen Gesichtsschutz zu tragen. So bleiben Kopf und Wangen angenehm warm und können nicht auskühlen.
  • Mit antiallergischen Mitteln sollten Allergien frühzeitig bekämpft werden. Dadurch kann eine Ausbildung von einem chronischen Schnupfen verhindert werden.
Es ist natürlich immer sinnvoll, das körpereigene Abwehrsystem zu stärken. Dies kann durch viel Bewegung and er frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung erreicht werden.