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Was hilft bei einem Hexenschuss?

Die Schmerzen bei einem Hexenschuss sind wirklich übel. Der Betroffene möchte sich so wenig wie möglich bewegen. Doch an sich ist dies die beste Therapie: Bewegung.

Ohne jegliche Vorwarnung kommen die heftigen Schmerzen. Stark machen sich diese beim Bücken oder Heben plötzlich in der Gegend des unteren Rückens bemerkbar und sind die typischen Symptome. Das Kreuz wird vorübergehend teilweise blockiert.

Stark eingeschränkt ist dann nur noch eine natürliche Bewegung wie aufrichten oder gehen möglich. Zunächst lassen sich die starken Schmerzen nicht entgehen. Medizinisch heißt der Hexenschuss Lumbago. Auch der Name Lumbalgie ist bekannt. Doch was ist es, dass sich der Name Hexenschuss etabliert hat?

Der Name Hexenschuss leitet sich auf der Haltung ab, die stark an die Darstellung einer Hexe erinnert. Die Schmerzen können sich sogar über den Rücken und das Gesäß bis ins Bein ausbreiten. Wenn dies eintritt, ist von einer Lumboischialgie die Rede. Auf einen Bandscheibenvorfall können Taubheitsgefühle oder auch Lähmungserscheinungen hinweisen.

Ein Orthopäde gibt an, dass es sich bei einem klassischen Hexenschuss um Beschwerden in der Lendenwirbelsäule handelt, die vor allem auf ein muskuläres Problem handelt, welches durch mangelnde oder falsche Bewegung entsteht.

Frau im Bett mit Hexenschuss

Für den Rücken ist Sitzen fatal

Verhakt sich das Kreuzbein oder verrutscht ein Wirbel, wird der Rücken einseitig belastet. Dann kommt es zu einem Hexenschuss. Das weit verbreitete ständige Sitzen ist für den Rücken fatal. Allein 17 Millionen Deutsche nehmen laut Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin jeden Tag über viele Stunden im Büro.

Die tiefliegende Rückenmuskulatur wird durch das ständige Sitzen und mangelnde Bewegung als Ausgleich gefördert. Irgendwann ist die Rückenmuskulatur dann geschwächt. Dabei kann dann eine unglückliche Bewegung ausreichen, um zum Hexenschuss zu führen. Jedoch können auch Sportler davon betroffen sein.

Wie lange dauert ein Hexenschuss?

Die ersten zwei Tage sind bei einem Hexenschuss in der Regel am schlimmsten. Die Schmerzen können innerhalb von drei bis vier Tagen verschwunden sein. Dies ist auch oftmals die Regel. Der Betroffene kann sich dann oft wieder einigermaßen normal bewegen. Meist dauern die leichten Einschränkungen beim Vorbeugen oder Seitbeugen bleiben ebenso wie ein Spannungsgefühl im Lenden- und Kreuzbeinbereich für 1 bis 2 Wochen erhalten.

 

Symptome eines Hexenschusses

  • Meist treten die plötzlichen Schmerzen im Alltag auf. Oftmals beim Bücken.
  • Ein sehr starker Bewegungsschmerz, der das normale Gehen unmöglich macht.
  • Der Schlaf ist gestört durch nächtliche „Schmerzattacken“.
  • Beim Bücken und Sitzen treten Schmerzen im ISG bzw. Iliosakralgelenk auf.

Die häufigsten Auslösefaktoren des Hexenschusses

  • Vorbeugebewegung mit gleichzeitiger Oberkörperrotation
  • Schwere gewichte anheben
  • Aufstehen nach langem Sitzen wie z.B. Autofahrt oder Bürotätigkeit
  • Psychischer Stress – Abneigung oder innere Zerrissenheit
Dies sind weitere Faktoren
  • Häufiges Sitzen
  • Untrainierte Muskulatur
  • Häufiges Treppensteigen oder bergauf gehen
  • Unaufgeglichenes Krafttraining
  • Exzessives Joggen oder Bergsteigen

Was tun beim Hexenschuss

Gerade in kalten und nassen Jahreszeiten klagen die Menschen vermehrt über einen Hexenschuss. Der Betroffene ist stark eingeschränkt. Jedoch ist der Hexenschuss recht harmlos. Die Schmerzen sind auf plötzlich auftretende Muskelverspannungen und Nervenreizungen. Dies kann auch aufgrund von Arthrose der kleinen Wirbelgelenke kommen. Dies liegt jedoch daran, dass sich die Menschen bei den sinkenden Temperaturen und schlechtem Wetter weniger bewegen. Neben bestimmten Übungen gibt es auch andere Therapien.

Wirbelsäule entlasten

Die Wirbelsäule kann durch eine Stufenlagerung entlastet werden. Die Betroffenen legen dafür für etwa zehn Minuten flach auf dem Rücken und Lagern die Unterschenkel auf einem Stuhl oder einem vergleichbaren Gegenstand. Dadurch entsteht zwischen Ober- und Unterschenkel ein rechter Winkel. Danach langsam wiederaufrichten und vorsichtig in Bewegung setzen.

Wärme ist hilfreich

Es gibt bekannte Hausmittel, die gegen einen Hexenschuss helfen. Dies sind Heizdecken, Kirschkernkissen, Wärmflaschen und eine Rotlichtlampe. Letzteres fördert effektiv die Durchblutung der Rückenmuskulatur und somit kann geholfen werden, diese zu entspannen. Die Schmerzen des Hexenschusses lassen dadurch langsam wieder nach.

Bewegung ist wichtig – gewusst wie

Früher war man überzeugt, dass bei einem Hexenschuss Ruhe und Schonung hilft. Allerdings weiß man heutzutage, dass dieser Standpunkt heute überholt ist. Die Verspannungen der Muskeln werden aufgrund der Ruhigstellung verstärkt. Die Betroffenen sollten sich lieber leicht bewegen. Ausgedehnte Spaziergänge oder Bewegung im warmen Wasser sind besonders empfehlenswert. Die Schmerzen lassen mithilfe von zusätzlichem leichtem Dehnen oder Stretchen ausmerzen.

Schmerz-Auszeit durch Tabletten

Es sollten muskelentspannende und schmerzstillende Medikamente bei sehr starken Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen eingesetzt werden. Jedoch sollten diese nicht länger als ein paar Tagen angewendet werden.

Wenn nichts hilft, Arzt aufsuchen

Lassen die Schmerzen und Schmerzausstrahlungen in den Beinen, Taubheitsgefühle und Kraftminderung nach zwei Tagen nicht nach, sollte zur weiteren Abklärung ein Arzt aufgesucht werden.

Rotlicht hilft bei Muskelverspannungen, Schmerzen und Hexenschuss

Doch warum wirkt die Rotlichtbehandlung und wie wird dies am besten angewendet? Ein natürlicher Bestandteil des Sonnenlichts ist das Infrarotlicht. Es wird bei den Infrarotstrahlungen nach Wellenlänge zwischen A, B und C. Beim Menschen wird jedoch nur das Infrarot A therapeutisch genutzt. Dies dring zwischen fünf und sechs Millimeter tief in die Haut ein. Dadurch werden die durchbluteten Bereiche der Haut erreicht und körpereigene Prozesse angeregt. An der bestrahlten Stelle weitet der Körper die Blutgefäße und die Durchblutung der umgebenen Gewebe steigt an. Mehr Sauerstoff kann dadurch in die betroffene Region transportiert werden. Zeitgleich werden dann auch die Stoffwechselprodukte besser abtransportiert. Dadurch werden die Schmerzen reduziert. Die Kombination aus Muskelentspannung und erhöhter Durchblutung wirkt leicht entzündungshemmend.

Bei Diabetes oder Herzleiden ist Vorsicht geboten

Die Anwendung von Infrarotlicht nicht immer sinnvoll. In einigen Fällen kann, das sogar einen gegenteiligen Effekt haben wie bei schweren Herzerkrankungen oder Diabetes mellitus. Vor dem Einsatz von Infrarotlicht sollte von Betroffenen unbedingt Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Auf eine Rotlichttherapie sollte bei akutem Fieber oder Thrombosen sollte verzichtet werden.

Infrarotlicht für den Hausgebrauch

Auf ein spezielles, definiertes Spektrum an Infrarot-A-Strahlung weisen moderne Infrarotlampen hin. Zum täglichen Gebrauch in den eigenen vier Wänden sind die Infrarotlichtlampen aufgrund des hohen Sicherheitsstandards geeignet. Zwischen 30 bis 50 Zentimeter Abstand sollte abhängig vom Hersteller zwischen Patienten und Lampe bestehen. Ebenfalls sollte die Dauer nicht länger als 15 Minuten täglich bestrahlt werden. Es wird geraten, nicht direkt in die Strahlenquelle zu schauen, da ansonsten Schäden an den Augen entstehen können. Die Bestrahlung sollte sofort abgebrochen werden, wenn während der Behandlung Schmerzen auftreten oder ein verstärken der Schmerzen auftreten.